Medizinische Massagen

Berührungen kommen zwar von aussen, wirken aber vor allem nach innen. Sie erfassen den ganzen Körper und gehen zu Herzen. 

 

Jeder von uns wendet hin und wieder- bewusst oder unbewusst- Massagehandgriffe an: Wenn uns etwas weh tut, greifen wir nach der betreffenden Körperstelle und drücken oder reiben sie, um den Schmerz zu lindern oder zu „verteilen“. So wie wir Menschen instinktiv eine geschwollenen und deshalb schmerzende oder gestossene Stelle unseres Körpers reiben oder drücken und dadurch den durch die Spannung verursachten Schmerz zu mindern, so wird dieses instinktive Mittel – die Massage – wohl auch als Heilmittel zu allen Zeiten angewandt worden sein.

Die Wirkung der Massage erstreckt sich von der behandelten Stelle des Körpers über den gesamten Organismus, was eben auch die Psyche miteinschliesst.Die Psyche hat einen enormen Einfluss auf unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und auch auf die Spannung unserer Muskulatur. So kann die Ursache verschiedener Schmerzen oder Beschwerden oft in der Psyche liegen.

Osho, ein indischer Philosoph, sagte über die Massage: „Massieren ist etwas, das du zwar anfangen kannst zu lernen, aber du kommst nie an ein Ende. Es geht immer weiter und weiter, und die Erfahrung wird ständig tiefer und tiefer, höher und höher. Massage ist eine der subtilsten Künste – und es ist nicht einfach nur eine Sache der Kunstfertigkeit. Es ist mehr eine Sache der Liebe. Lerne die Technik – und dann vergiss sie wieder. Danach fühle nur und lass dich von deinem Gefühl leiten. Wenn dein Lernen tief geht, werden neunzig Prozent dieser Arbeit durch die Liebe geschehen, zehn Prozent erledigt die Technik. Durch die blosse Berührung, eine liebevolle Berührung, entspannt sich etwas im Körper…

Bei der manuellen Lymphdrainage handelt es sich um eine besondere Form der Massage, mit der Lymphstauungen im Gewebe beseitigt werden.

Der menschliche Körper besteht zum grössten Teil aus Wasser. Beim Erwachsenen macht es etwa 66% aus. Das Lymphgefässsystem des Körpers hat die Aufgabe, die Flüssigkeit (Lymphe) aus dem Gewebe aufzunehmen und in die Blutgefässe abzuleiten. Eine gestörte Funktionsfähigkeit dieses Drainagesystems z. B. infolge Verletzungen oder nach Operationen kann zu einer Ansammlung von Flüssigkeit in den Zellzwischenräumen führen. Als Folge davon können Schwellungen (Ödeme) entstehen.

Die manuelle Lymphdrainage ist eine entstauende Massnahme, mit deren Hilfe die Motorik der Lymphgefässe angeregt und damit der Abtransport überschüssiger Gewebsflüssigkeit erleichtert werden soll.

Eine altbekannte und bewährte „Massagetechnik“ an den Füssen und eine Sonderform der Reflexzonenmassage. Über Reflexzonen an den Füssen werden gezielt einzelne Organe beruhigt oder angeregt. Die Fussreflexzonen-Massage basiert auf dem von Fitzgerald entwickelten Körperzonenraster, das den Körper in zehn Längszonen und drei waagrechte Zonen aufteilt. Aufgrund seiner Untersuchungen schloss Fitzgerald, dass man von jeder Stelle einer Zone alle Organe und Körperteile beeinflussen kann, die ebenfalls in dieser Zone liegen.

Außerdem wird die Entgiftung des Körpers aktiviert. Somit steigert sich ihr Allgemeines Wohlbefinden.

Die Bindegewebsmassage gehört zum Formenkreis der Reflexzonenmassagen und basiert wie diese auf der Theorie der Reflexzonen des englischen Neurologen Henry Head. Danach stehen die inneren Organe über Nervenbahnen mit bestimmten, klar umgrenzten Hautgebieten in Verbindung. Aufgrund dieser Nervenverbindungen treten bei einer Erkrankung eines inneren Organs auch Veränderungen in der entsprechenden Reflexzone auf.

Unter Bindegewebsmassage versteht man die manuelle Beeinflussung der Körperdecke, insbesondere der Haut/Unterhaut und der Muskulatur. Das erreicht man durch mechanische Dehnreize mit Hilfe einer bestimmten Zug-, Schiebe-, und Strichtechnik. Das therapeutische Ziel ist die Erreichung der lokalen und allgemeinen Wirkung. Die Bindegewebsmassage wird dort eingesetzt, wo akute Krankheitsprozesse abgeklungen sind und funktionelle Störungen noch das Beschwerdebild prägen.

Bei den Wickeln oder den Umschlägen handelt es sich um eine Anwendungsform der Hydrotherapie, bei der bestimmte Körperteile eingehüllt werden. Wickel und Umschläge bezeichnen dieselbe Methode. 

Unter dem Begriff Hydrotherapie (griechisch „hydro“ = Wasser) werden verschiedene Anwendungen von Wasser zur Vorbeugung und Behandlung von akuten und chronischen Erkrankungen, zur Abhärtung und zur Rehabilitation zusammengefasst. Schon in den ältesten Kulturen war die Heilkraft von Wasser bekannt.